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Sonnenuhr

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Bild Sonnenuhr, Hamburg, Bild vom Fernstudium, Fotografie-professionell gemacht, Institut für Lernsysteme, zugelassen von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht, Copyright Erik Benitez Foto

Fotografie © Erik Benitez
Sonnenuhr, Fernstudium beim Institut für Lernsysteme, Fotografie-professionell gemacht

Das Foto zeigt die Sonnenuhr am Kirchenturm der St. Jakobs Kirche in Lenggries. Für die komplette Bildserie fuhr ich stündlich dort hin und fotografierte den wandernden Schatten.

Die alte, gotische Kirche in Lenggries war baufällig. Darum wurde 1721 das Schiff abgebrochen. Man begann mit dem Bau einer neuen Kirche. Sie wurde 1722 eingeweiht. Hofmarksherr Graf Ferdinand Josef von Herwarth trug die Kosten. Stadtmaurermeister Adam Schmidt hatte die Bauleitung. Zimmermeister Matthias Fasching leitete die Zimmermannsarbeiten. Der Turm vom alten Schloß wurde 1721 abgerissen. Die Steine verwendete man zum Kirchenbau. Drei Personen verunglückten 03.09.1722 beim Kirchenbau tödlich. Fürstbischof Johann Franziskus Eckher von Freising weihte am 15. September 1722 die neuerbaute Pfarrkirche ein. 195 Personen wurden am Einweihungstag gefirmt. Die Kirche war noch nicht vollendet. Es gab noch viel zu tun. 1724 erst stand der Turm (56m) vollendet da. St. Jakob, die Pfarrkirche ist eine Hallenkirche im italienischen Barockstil. Sie stellt eine Besonderheit der altbayerischen Dorfkirchen da. Auch wird sie der Dom des Isarwinkels genannt. Mit seiner kupferbedeckten Kuppel gilt der Turm als Wahrzeichen von Lenggries. Eine wirkungsvolle Gliederung erhält die einschiffige Kirche in der Mitte mit zwei Seitenapsiden. Durch acht Fenster im Schiff und vier im Chor wird der hohe und breite Raum sehr gut beleuchtet. Die Pfarrkirche hat eine Länge von 45 Meter, Breite 15,5 Meter und eine Höhe von 15,7 Meter. (Ohne Turm) Sechs Altäre besitzt die Pfarrkirche. Der Hochaltar wurde 1916 erbaut. Er besitzt einen durch vier Säulen geschmückten Aufbau. Der heilige St. Jakob thront in der Mitte. Die Figur stand schon auf dem Altar der alten Kirche. Die Apostelfürsten Petrus und Paulus stehen an beiden Seiten des Kirchenpatrons. 1722 schuf sie der Meister Stumbeck, welcher aus Tirol stammt. Von Josef Holzmaier aus München stammen die Gemälde beim Marien- und dem Herz-Jesu-Altar. Sie entstanden letzten Jahrhunderts. Aus der Erbauungszeit der Kirche stammen die Seitenaltäre Michael- und Sebastianaltar. Von Philipp Guglhör aus Wolfratshausen stammen die dort angebrachten Gemälde. 1970 wurde vom Pfarrmesner ein Volksaltar gefertigt. Er besteht aus zwei Teilen eines ehemaligen Hochaltars. Die Familiengruft des Grafen Herwarth befindet sich unter dem Volksaltar. Es wurden immer wieder Renovierungen vorgenommen. Zuletzt 1994.

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