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Prost

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Bild Prost, Hamburg, Bild vom Fernstudium, Fotografie-professionell gemacht, Institut für Lernsysteme, zugelassen von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht, Copyright Erik Benitez Foto

Fotografie © Erik Benitez
Prost, Fernstudium beim Institut für Lernsysteme, Fotografie-professionell gemacht

Bis zur heutigen Zeit hat sich der Brauch des Umrittes und der Umfahrten zur Verehrung von Roß- und Viehheiligen erhalten. Sie finden alljährlich in Bayern, Österreich und in Südtirol statt. Die Ritte und Fahrten finden zu Ehren des heiligen Martin, des heiligen Georg, des heiligen heiligen Stephanus und des heiligen Leonhard statt. Schon in heidnischen Gebräuchen, welche bei den Germanen üblich waren findet die Leonhardifahrt ihren Ursprung. Ein gebrauchtes Mittel zur Versöhnung, Verehrung und Gnädigstimmung der unsichtbaren und höheren Mächte war der Rosskult. Vom kirchlichen Brauchtum wurde der heidnische Umrittsbrauch übernommen. Der Brauch durfte nicht mehr als eine magische und zauberhafte Handlung durchgeführt werden. Nur die äußere Aufmachung blieb gleich. Von da ab wurden die Pferde in einer würdigen Form zur Segnung geführt. So manche heidnische Wurzel hat sich bei der Leonhardifahrt bis heute jedoch erhalten. So wie das dreimalige Umfahren des Heiligtum (heute die Kapelle) zur Bekräftigung, die aufwändige Schmückung des Pferdegeschirrs mit dem roten Tuch, Spiegeln, Fellen und das Peitschenknallen. Durch die Kirche jedoch geschwächt ist der Brauch des Anritt und Heimritt im Galopp. Getrabt oder galopiert wird nur noch an wenigen ungefährlichen Stellen des Weges. Auf ziemlich spät sind die Quellen der Leonhardifahrten erst zurückzuführen. Die kirchliche Leonhardifahrt lässt sich auf die ca. letzten dreihundert Jahre zurückverfolgen. Man vermutet, dass im Alltagsleben die Umrittsbräuche stark mit den Menschen verbunden waren. Somit stellte es keine Besonderheit sondern eine Selbstverständlichkeit dar. Nur in alten Ratsprotokollen und Kirchenrechnungen findet man Beweise der damaligen Umritte und Umfahrten. Eine besondere Bewansnis hat die Mitnahme des Pferdes zur Wallfahrt. Das Pferd stellt in diesen Sinn kein Beförderungsmittel dar, sonders präsentiert den gesamten Viehbestand eines Bauern. Es wird nur ein Roß zur Wallfahrt mitgenommen um sich Schutz und Segen für ein Jahr einzuholen. Es ist nicht möglich den gesamten Viehbestand zur Segnung zu treiben. Es ist heute der ganzen Familie ermöglicht an der Leonhardifahrt teilzunehmen. Früher war es nur dem reitendem Volk vorenthalten. Die Pferde, Reiter und Wageninsassen werden bei der Umkreisung der Kapelle gesegnet. Die Wallfahrer bedanken sich für das vergangene Jahr. Sie bringen Opfer in Form von Votivgaben und Kerzen dar. Sie bitten um Schutz für Haus und Hof, besonders für Mensch und Tier im kommenden Jahr.

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