Schwertkampf
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Fotografie © Erik Benitez
Schwertkampf, Fernstudium beim Institut für Lernsysteme, Fotografie-professionell gemacht
Mittelalterliches Spektakel am Loisachufer (10.-12. August 2001):
Von Hexen, Herolden und Feuerspuckern
Dreitägiges Ritterlager lockt rund 6000 Besucher an. 180 Akteure bemühen sich um Authenzität.
WOLFRATSHAUSEN - Fürsten, Ritter, Knappen, Gaukler, Spielleute, Hexen, Feuerspucker, Marktleute und Handwerker: Die rund 6000 Besucher des dreitägigen Ritterlagers am Loisachufer durften sich wahrhaft ins Mittelalter versetzt fühlen. Gar wunderliche Gesellen bevölkerten am Wochenende das Loisachufer zwischen Johannis- und Andreasbrücke. Langnasige Hexen krächzten Zaubersprüche, Ritter schwangen furchteinflößend ihre Schwerte. Dazwischen boten Händler an 56 Ständen ihre Ware feil. Der Fürst von Wolfratshausen welcher im wahren Leben Stefan Scheungraber heißt, organisierte mit der Wolfratshausener Ritterschaft das Fest. Ein wahrhaft hoher Herr mit seinen Schnabelschuhen und dem kostbaren Gewand. Er strahlte ebenfalls. "Das Feedback des Volkes war und ist wunderbar", sagte er. Und er berichtet von der "gigantischen Feuershow, die am Samstagabend rund 1000 Besucher in Bann schlug. "Die Leute kommen, aber sie gehen nicht wieder nach Hause." Damit mochte er sogar recht haben. Denn es gab wahrhaft viel zu sehen, zu hören und zu kaufen. Vom Reit- und Rüstzeug über Kopfschmuck für das Burgfräulein bis hin zu Kräuterbeutelchen gab es hier alles zu erstehen was das Herz des Mittelalters begehren mochte. Dass sich zwischen die handgefertigten Waren auch vereinzelter Gegenwarts-Tand "Made in Taiwan" geschmuggelt hatte, stieß manchem Puristen allerdings sauer auf. Echtes Handwerk gab es dagegen in der Schmiede des Holzhausers Werner Rudolf. Er hatte eine alte Esse mitgebracht, die wie er sagt, "etwa 40 - 50 Jahre" auf seinem Speicher stand. An ihr fertigte der Schmied auf altertümliche Weise Schmuckgegenstände, aber auch Handschellen.
Im Stundentakt gab es auf drei Bühnen musikalische und akrobatische Darbietungen. Und wie es sich für ein mittelalterliches Turnier gehört, durfte auch ein Schwertkampfturnier nicht fehlen, bei welchem es ordentlich zur Sache ging. Acht Ritterschaften lieferten sich spannende, wenn auch unblutige Kämpfe auf dem Turnierplatz.
Alles in allem: Ein gelungenes Spektakel.


